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Mann und Frau schauen sich an

Wintermythen im Check

Haben Sie sich auch schon hin und wieder gefragt, ob Wind die Kälte verstärkt, ob Vitamine bei Erkältungen wirklich helfen oder ob Ohrringe in der Haut festfrieren? Diese und andere Mythen nehmen wir genauer unter die Lupe – in unserem Wintermythen-Check.

  • Mütze aufsetzen, da die meiste Wärme über den Kopf verloren geht!
    Das ist richtig. Wenn Sie im Winter richtig angezogen sind, verlieren Sie über den Kopf bis zu 45 Prozent Ihrer Körperwärme. Wenn Sie natürlich beispielsweise nur mit einer Badehose bekleidet wären, macht der Wärmeverlust über den Kopf nur 10 Prozent aus.

  • Kälte wird durch Wind verstärkt!
    Das stimmt. Die gefühlte Temperatur wird durch kalten Wind verändert – die Außentemperatur bleibt jedoch gleich. Ihr Körper ist normalerweise von einer warmen Luftschicht umgeben, die dann vom Wind weggeblasen wird und deswegen nehmen Sie die Minustemperaturen stärker wahr.

  • Ohrringe und Piercings frieren in der Haut fest!
    Stimmt. Da Metall Kälte leitet, können Piercings im Kopfbereich festfrieren. Dabei können dauerhafte Hautverfärbungen entstehen. Bei Minusgraden am besten keine Ohrringe und Piercings tragen oder die betroffenen Stellen gut mit Mütze und Schal abdecken.

  • Erfrierungen werden mit Schnee eingerieben!
    Das ist falsch! Ihre Haut würde durch den Schnee noch mehr Wärme verlieren. Besser ist, wenn Sie sofort ins Warme gehen, sobald Sie merken, dass Zehen, Finger, Ohrläppchen oder Nase taub werden. Dann können Sie die betroffenen Stellen mit lauwarmem Wasser vorsichtig abtupfen oder direkt darin baden. Sollte sich an Ihrer Haut etwas verändern, sollten Sie sofort zum Arzt gehen.

  • Vitamin C schützt vor Erkältungen!
    Stimmt nicht. Dieser Irrtum wurde von Wissenschaftlern aus Finnland und Australien widerlegt. Ausreichende Vitamine sind natürlich für ein funktionierendes Immunsystem wichtig. Aber eine Vorbeugung gegen Erkältungen mit Vitamin C konnte nicht nachgewiesen werden. Ohnehin wird zu viel Vitamin C vom Körper wieder ausgeschieden.

  • Wer bei Erkältungen küsst, gibt Viren und Bakterien weiter!
    Deutlich mehr Bakterien werden durch Händeschütteln als durch ein Küsschen auf die Wange übertragen. In der Erkältungszeit also lieber mit einem Kuss auf die Wange als mit einem Händedruck begrüßen.

  • Erfrierungen bekommt man nur, wenn es arktisch kalt ist!
    Stimmt nicht. Schon bei Temperaturen ab Minusminus zehn Grad sind Finger, Zehen, Nase und Ohren gefährdet. Bei frostigem Wind treten Erfrierungen auch schon früher auf. Am besten Mütze auf, Handschuhe und dicke Stiefel an und die Haut im Gesicht mit einer Kälteschutzsalbe eincremen.

  • Bei Erkältungen tut Sauna besonders gut!
    Nein! Die Abhärtung ist nur sinnvoll bei gesunden Menschen. Wenn Sie bei einer vorhandenen Erkältung in die Sauna gehen, wird Ihr Immunsystem zusätzlich geschwächt. Schonen Sie sich lieber und warten Sie Ihre Erkältung ab.

  • Im Winter besser keinen Sport im Freien machen!
    Doch. Gehen Sie mit entsprechender Bekleidung raus und treiben Sie den Sport, den Sie auch im Sommer gerne draußen machen. Ihr Organismus ist bei niedrigeren Temperaturen sogar leistungsfähiger als bei warmen Temperaturen. Nur bei Temperaturen unter Minusminus 15 Grad wird es bedenklich für die Lunge.

  • Die Zunge bleibt kleben, wenn man bei Frost über kaltes Metall leckt!
    Das ist wahr – aber bitte niemals ausprobieren! Denn wenn man dann versucht, die Zunge wieder abzureißen, können Gewebeschäden eintreten. Und bei sehr niedrigen Temperaturen hilft auch kein warmes Wasser, das man darüber gießt, dieses würde sofort gefrieren. In diesem Fall hilft dann am besten, wenn man einen warmen Föhn benutzt.

  • Alkohol wärmt von innen!
    Das stimmt nur zum Teil. Heißer Glühwein, Grog oder Schnaps machen nur warm, wenn Sie bereits in einem warmen Raum sind. Wenn Sie draußen Alkohol trinken, ist dies gefährlich. Ihre peripheren Blutgefäße werden erweitert und Ihr Körper gibt sehr viel Wärme ab – dies kann zu Erfrierungen führen.

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